Druckdatenanleitung

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Auflösung der Bilder

Für den Offsetdruck empfehlen wir eine Bildauflösung von 225 bis 300 dpi. So erzielen wir ein optimales Ergebnis ohne Pixel im Druckergebnis der Bilder.

Bei „Bitmap“-Dateien (z. B. beim Drucken von S/W-Grafiken ohne Halbtöne) ist eine Auflösung von 450 bis 1200 dpi erforderlich.

Für den Digitaldruck beträgt die akzeptable Mindestauflösung 150 dpi.

Beschnittzugabe

Wir empfehlen umlaufend eine Beschnittzugabe von 5 mm für Farben, Hintergrundbilder und Layouts zu geben, um sogenannte “Blitzer” zu vermeiden.

Entfernung aller Inhalte zum Rand (Sicherheitsabstand)

Wir empfehlen alle wichtigen grafische und textliche Elemente in einem Abstand von 5 mm vom Rand des Endformats zu platzieren, damit sie nicht beim Anschnitt beschädigt werden.

 

Maximaler / Minimaler Farbauftrag

Im Farbmodus CMYK gibt der maximale Farbauftrag die Summe der einzelnen Farbkanäle an (Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz). Je nach Produktionszeit und Papier/Bedruckstoff variiert der Farbaufdruck. Ein zu hoher Farbauftrag führt dazu, dass sich die Farbe wegen der erhöhten Trocknungszeit auf den nächsten Druckbogen ablegt.

Um Fehler beim Drucken oder bei der Weiterverarbeitung zu vermeiden, empfehlen wir:

• Farbauftrag von bis 280% für Offsetpapiere.

• Farbauftrag von bis 340% bei gestrichenen Papieren.

Ein zu geringer Farbauftrag führt im Druck dazu, dass die Farbe auf der Druckoberfläche (je nach Druckverfahren und Bedruckstoff) kaum oder gar nicht zu erkennen ist. Deshalb empfehlen wir:

• Minimaler Farbauftrag von ca. 3 bis 5 % pro Farbkanal. Eine Farbe sollte sich aus einem einzelnen Farbkanal zusammensetzen können (z. B. 5% Cyan, 0% Magenta, 0% Yellow, 0% Schwarz).

 

Schwarzer Fließtext

Die Farbe für schwarzen Fließtext sollte als reines Schwarz (100% K) angelegt sein, ohne Gelb, Magenta oder Cyan. So wird das Textbild klar und gut lesbar.

Texte richtig definieren 

Es wird nicht empfohlen, Texte in Rasterbilder zu konvertieren. Ein als Bild umgewandelter Text wirkt unscharf und kann den „Zahn“-Effekt verursachen.

 

Tiefschwarz für flächen oder großflächige schriften

Um schwarze Hintergründe zu reproduzieren, reicht das Drucken mit schwarzer Tinte (100% K) nicht aus (der Farbton ähnelt Anthrazitgrau). Daher empfehlen wir die Verwendung von Composite Black aus 100% Schwarz, 40% Cyan, 40% Magenta und 40% Gelb. 

Durch diese Technik wird eine hochwertige Wiedergabe schwarzer Hintergründe gewährleistet, die im Ergebnis gesättigter und dichter aussehen.

Rahmen

Wir empfehlen Ihnen, keine Rahmen zu verwenden, die als Umrandung für das gesamte Dokument (Endformat) dienen sollen, da diese durch die branchenübliche Anschnitttoleranz angeschnitten werden können.

Inhalt/Buchkörper

Legen Sie alle Inhaltsseiten als fortlaufende Einzelseiten an, beginnend mit der Titelseite. Vergessen Sie nicht, überflüssige Seiten vor dem endgültigen Speichern aus der Datei zu entfernen. Gewünschte weiße Seiten müssen in der Datei verbleiben.

Die Einzelseiten übermitteln Sie uns bitte in einem PDF-Dokument. Es werden keine PDF-Dateien akzeptiert, bei denen nebeneinander liegende Seiten (Doppelseiten) als eine Seite angelegt worden sind.

Bitte benachrichtigen Sie uns, wenn Sie nicht 100% den schwarzen Farbkanal wünschen, sondern nur einen Prozentsatz von Schwarz oder eine Sonderfarbe verwenden möchten.

Falls Sie Seiten verschiedener Papiersorten im Druckprodukt verwenden möchten, senden Sie uns diese in einer separaten Datei.

Wenn Sie uns den Innenteil in mehreren Dateien mit jeweils einer Seite oder mehreren Seiten übermitteln, benennen Sie die Dateien fortlaufend nummeriert.

Beispiel: „Katalog_01.pdf“, „Katalog_02.pdf“, „Katalog_03.pdf“ usw.

Softcover

Die Druckdaten für den Umschlag der Kataloge als Soft-Cover benötigen wir in einem zweiseitigen Dokument (Außenseite und Innenseite des Umschlags, jeweils inklusive Rücken).

Umschlag-Datei:

Erste Seite: Rückseite des Umschlags (U4) + Rücken + Titel- bzw. Vorderseite (U1)

Zweite Seite: innere Titelseite (U2) + Rücken + innere Rückseite (U3)

Die Texte müssen mindestens 7 mm vom Rand entfernt sein.

Hardcover

Sobald der Buchkörper gedruckt ist, senden wir Ihnen ein Schema mit festgelegten Größen aller Elemente. Bitte gewährleisten Sie bei der Erstellung der Umschlag-Datei eine Beschnittzugabe von mindestens 20 mm, da das äußere Material des Buchdeckels (Papier, Stoff oder Leder) an die Umschlagsaußenkanten eingeschlagen wird.

 

Warum kann die Buchrückendicke nicht im Voraus berechnet werden?

Die Standards aller Papierhersteller weltweit weisen darauf hin, dass das Papiervolumen um +/-5% variieren kann. Gleichzeitig kann das Gewicht Schwankungen um +/- 3% aufweisen. Bei einer 100%- igen Übereinstimmung mit den Standards der Papierindustrie ist es daher möglich, dass es für das gleiche Papier bei gleichem Hersteller oder Lieferanten zu einer Abweichung von bis zu 8% kommen kann.

So kann bei einem Buch mit 200 Seiten Umfang eine Abweichung von ungefähr 1 mm auftreten, der bei der Buchblockmontage in den Buchdeckel nicht unerheblich ist.

Aus diesem Grund hat sich in der Praxis die reale Körperdicke erst nach dem Inhaltsseitendruck zu vermessen als beset Lösung erwiesen.

Beim Nähen des Buchkörpers (Fadenheftung) ist der Fall noch komplizierter (mit oder ohne Hardcover), da die Buchkörperdicke von der Pressung abhängt, die die Fadenheftmaschine auf den Buchblock ausübt.

Falls wir die Dicke des Rückens nicht selbst bestimmen können (wenn beispielsweise die Größe eines grafischen Elements geändert werden muss), müssen wir diese Aufgabe Ihren Grafiker oder Ihrer Werbeagentur übertragen.

 

Linienstärke

Bitte achten Sie in Ihrem Layout darauf, Linien nicht zu dünn anzulegen. Die Linienstärke muss mindestens 0,25 Punkte betragen. Dies gilt auch für Schriften.

 

Druckdaten speichern

Bitte exportieren Sie Ihre druckfertigen Dateien in ein PDF-Format. Dies verhindert den Verlust und die Beschädigung von Schriftarten, Bildern, Grafiken usw.

 

Andere zulässige Formate:

• Vektor (EPS);

• PostScript;

• TIFF (kein Text);

• InDesign;

• Quark Express.

Für InDesign und Quark Express-Dateien ist es zwingend erforderlich, mit der Funktion „Store for Print“ oder „Package for Print“ zu exportieren, damit Bilder und Schriftarten eingeschlossen werden.

Falls Sie Apple Mac-Schriften verwenden, archivieren Sie diese (ZIP, RAR oder SITX).

WORD, EXCEL, Open Office oder PowerPoint eignen sich nicht für die Übertragung von Druckinformationen. Um unsere Dienste zu optimieren, können Sie uns gerne Ihre Dateien zusenden und die Überprüfung auf Druckbarkeit und die PDF- Konvertierung uns überlassen. Schicken Sie uns dazu alle verwendeten Schriftarten und Bilder zu. Sobald die PDF-Datei erstellt wird, werden Sie aufgefordert diese zu genehmigen.

Die Kosten dieses Services werden je nach Zeitaufwand berechnet.

 

Schriften einbetten oder in Pfade umwandeln

Alle Schriften müssen vollständig als Untergruppen in das Druckdaten-Dokument eingebettet oder in Pfade konvertiert werden, um Darstellungsprobleme mit der Laufweite (Abstand der Zeichen) oder mit dem Schriftbild zu vermeiden. Dies gilt auch für Standardschriften wie Arial, Helvetica, Times New Roman oder Verdana.

Bitte verwenden Sie keine Multiple Master-Schriftarten (MM).

 

Schriftgröße

Bitte achten Sie in Ihrem Design darauf, Schriften nicht zu klein bzw. zu dünn anzulegen. Die empfohlene Schriftgröße beträgt mindestens 6 pt.

 

Dateibezeichnung

Den Dateinamen für Ihre Druckdaten können Sie frei wählen. Wir empfehlen, Sonderzeichen zu vermeiden. Informationen, die Sie im Dateinamen hinterlegen, können nicht berücksichtigt werden.

 

Farbmodus, farbraum & sonderfarben

Legen Sie Ihre Druckdaten immer im Farbmodus CMYK an. Druckdaten, die uns im Farbmodus RGB übermittelt werden, konvertieren wir automatisch in CMYK. Beachten Sie, dass aus der Umwandlung von RGB zu CMYK Farbverschiebungen resultieren können, da nicht alle RGB-Farben im CMYK-Farbraum dargestellt werden können.

Sie beim Exportieren Ihre Druckdaten nicht mit ICC-Farbprofilen.

Bitte informieren Sie uns wenn Sie Pantone-Sonderfarben verwenden möchten. Legen Sie diese als solche an und achten Sie auf korrekte Angaben der Farbnamen bzw. Farbcodes, um Farbverfälschungen zu vermeiden.

Entfernen Sie vor dem Speichern alle überflüssigen Farben (z.B. aus Ihrer Farb- oder Mischpalette), damit für den Druck wirklich nur die von Ihnen gewünschten Farben verwendet werden.

Wichtig:

Legen Sie keine vorseparierten Dateien an! Spalten Sie Ihre Datei nicht in vier verschiedene Ebenen auf (jeweils eine für die Farben Cyan, Magenta, Yellow = Gelb, Key = Schwarz).

Überdrucken & aussparen

Beim Erstellen und Prüfen Ihrer Druckdaten ist es erforderlich, die Option Überdrucken-Vorschau anzuwenden, bevor Sie die Daten speichern. Eine falsch eingestellte Überdrucken-Option kann zu Druckfehlern oder Farbabweichungen führen.

In einigen Vorstufe-Programmen ist es möglich, dass Sie versehentlich Überdrucken auswählen, auch wenn das nicht erwünscht ist. Um unangenehme Überraschungen zu vermeiden, prüfen Sie bitte immer, ob Sie diese Option gewählt haben und aktivieren Sie vor allem die Überdrucken-Vorschau-Option in Acrobat.

Info+

Liegen im Druckdaten-Dokument zwei farbige Objekte übereinander, gibt es im Druckprozess zwei Möglichkeiten: Überdrucken oder Aussparen.

Überdrucken:

Beim Überdrucken werden beide Objekte übereinander gedruckt. Dort, wo sich die Objekte überlagern, ergibt sich eine Farbmischung aus der oberen und der unteren Farbe. Allerdings wird diese Farbüberlagerung von vielen Programmen in den Standardeinstellungen nicht dargestellt, sodass sie während der Druckdatenerstellung nicht auffällt.

Ausssparen:

Normalerweise wird das obere Objekt regulär gedruckt und das untere Objekt an dieser Stelle ausgespart. Vom unten liegenden Objekt werden also nur die Teile gedruckt, die vom oberen Objekt nicht verdeckt werden.

Barcode

Der Barcode sollte in 100% Schwarz (100% K), auf weißem Hintergrund und in Vektor- oder Bitmap-Format (mit einer Auflösung größer als 450 dpi) erstellt werden, damit er für alle Barcode-Leser lesbar ist.

 

Druckzeichen

Fügen Sie bei der Druckdatenerstellung bitte nur Schnittmarken ein. Farbkontrollstreifen oder andere Druckmarken sind bei uns nicht nötig. Die Schnittmarken sollten 5 mm von der Papierkante positioniert werden.

 

Seitenrandeinstellungen

Damit wichtige Lese- bzw. Gestaltungselemente bei der Weiterverarbeitung des Buchs nicht verloren gehen, müssen Seitenränder zum Buchrücken (Bundsteg) für gegenüberliegende Seiten so festgelegt werden, dass zusätzlicher Leerraum am Seitenrand für den Bindeprozess gelassen wird. Wir empfehlen in Ihrem Layout einen Bundsteg von mindestens 2 cm einzuplanen.

Bundversatz (Bundzuwachs)

Sind alle Bogen gefalzt, müssen diese gesammelt werden. Sammeln bedeutet hier, dass die Falzbogen oder Einzelblätter in bestimmter Reihenfolge zu einem Block ineinander gesteckt werden. Die Reihenfolge wird durch die Seitenzahl bestimmt. Beim Falzen von Druckprodukten mit hohem Seitenumfang kann ein Treppeneffekt, der sogenannte Bundversatz, entstehen, da es die mittleren Seiten nach außen treibt. Wenn anschließend der Produkt an dieser Stelle beschnitten wird, sind die inneren Seiten dementsprechend kürzer. Daraus ergeben sich folgende Besonderheiten:

• Die Anzahl der Seiten sollte gering sein (bis zu 100). Der Bundversatz wird abhängig von der Grammatur und der Seitenanzahl berechnet.

• Bei der Vorbereitung der Druckdateien sollte ein ausreichender Schnittbereich von 7 mm vorhanden sein.

• Zu nahe an der äußeren Kante liegende Druckelemente sollten vermieden werden.